Hast Du die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz?

Hast Du zu viel Mitarbeiter?

Machen die Mitarbeiter das was Du möchtest?

Findest Du keine Mitarbeiter?

Wenn Du eine dieser Fragen mit ja beantwortest, dann solltest Du unbedingt weiterlesen.

20% Personalreduktion hilft nicht, wenn es die falschen Mitarbeiter sind

Ziel

Das primäre Ziel eines jeden Unternehmens ist, seinen bestehenden Kunden und seinen zukünftigen Kunden einen Nutzen zu bieten. Das funktioniert nur wenn Du die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz hast. Die richtigen Mitarbeiter zeichnen sich durch die richtige Einstellung und die richtigen Fähigkeiten aus.

Ein falscher Mitarbeiter, der jahrelang mitgeschleppt wird, kostet das Unternehmen durch seine negativen Auswirkungen viel Geld. Jeder Unternehmer weiß, dass das einem Unternehmen extrem schaden kann. Und in der Tat sind neben der fehlenden Ziel- und Rollenklarheit auf der Seite des Unternehmers die falschen Mitarbeiter am falschen Platz die häufigste Ursache dafür, dass kleine und mittlere Unternehmen nicht weiterkommen.

Mitarbeiterauswahl

Es gibt einige Dinge, die Du vermeiden solltest:

  1. Du stellst Mitarbeiter ein, wenn Du dringend jemanden brauchst. Hier bist Du bei der Auswahl sehr eingeschränkt.
  2. Du konzentrierst Dich nur auf die Fachkenntnisse
  3. Mitarbeiter werden eingestellt und Du glaubst es wird schon werden
  4. Mitarbeiter werden wenig oder gar nicht eingearbeitet und ins Team integriert

Die „Hausaufgaben“

Du brauchst Mitarbeiter mit der richtigen Einstellung und den richtigen Fähigkeiten. Fähigkeiten kann man lernen. Die Einstellung bringt der Mitarbeiter mit. Was bedeutet das für Dich: Suche vorrangig Leute mit der richtigen Einstellung – die Fähigkeiten sind sekundär.

Für die richtige Einstellung gibt es Kriterien:

  1. Es gibt Interessenten, die suchen einen Arbeitsplatz und solche, die eine Aufgabe suchen. Wenn jemand der einen Arbeitsplatz sucht, einen findet wird sein aktives Verhalten geringer. Also brauchst Du solche, die einen Arbeitsplatz suchen, nicht! Solche, die eine Aufgabe suchen, solltest Du im Fokus haben. Du solltest also interessante Aufgaben für Deine neuen Mitarbeiter haben.
  2. Der Bewerber muss zu Deinem Unternehmen passen. Er muss sich mit deinem Unternehmen identifizieren und mit Deinen Werten im Unternehmen übereinstimmen.
  3. Der neue Mitarbeiter muss zu Deinem Kunden passen. Nur so kannst Du sicherstellen, dass er eine Beziehung zu Deinen Kunden aufbaut und sich um Deine Kunden kümmert.

Der Kader

In vielen Sportarten ist es üblich einen großen Kader zu haben. Z.B. Beim Fußball gibt es doppelt so viele Spieler, als tatsächlich im Spiel zum Einsatz kommen. Wenn sich aber ein Spieler verletzt kann der Trainer auf einen anderen Spieler in genau der notwendigen Position zurückgreifen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Du mehr Mitarbeiter einstellen solltest, als Du brauchst. Denn die verursachen unnötige Kosten. Vielmehr ist es notwendig immer wieder Initiativbewerbungen von möglichen Kandidaten zu bekommen, aus denen Du jederzeit auswählen kannst.

Das erreichst Du z.B. durch die „Geilheit des Jobs“. Ein tolles Beispiel ist Google. Es gibt so viele Bewerber, die unbedingt bei Google arbeiten wollen. Der Arbeitgeber ist attraktiv.

Das Auswahlverfahren

Auf jeden Fall solltest Du den Kandidaten aus mehreren Blickwinkeln betrachten.

Durch viele Gespräche bekommst Du ein gutes Gefühl was „am Markt ist“ und was Du brauchst.

Wähle und entscheide mit wem Du wirklich arbeiten möchtest. Nimm niemals den besseren von den schlechten.

Definiere die Kriterien für einen hervorragenden Mitarbeiter. Werde Dir aber auch klar wann der Mitarbeiter nur o.k. ist.

Du kannst schon im Vorfeld Aufgaben erarbeiten, die Dir wichtig sind. Lass Deine Bewerber dazu Stellung beziehen. Vergleiche es mit Deinen Werten und entscheide mit wem Du überhaupt sprechen möchtest.

Einige Beispiele:

Zusendung einer Firmendarstellung mit Vision und Werten mit der Bitte, sich intensiv damit auseinanderzusetzen.

Formale Checkliste für Bewerbungsunterlagen

Telefon- oder Skype-Interview (Checkliste!) Kurz halten: ca. 15-20 Minuten.

Schriftlicher Bewerbungsfragebogen

2-tägiges Probearbeiten

Das Thema Gehalt

Einen der häufigsten Glaubenssätze, ist: „Gute Mitarbeiter kosten viel Geld“

Ich frage dann immer: Kannst Du es Dir leisten schlechte Mitarbeiter zu beschäftigen?

Jemand der eine wirkliche Aufgabe sucht macht es auch für ein angemessenes Gehalt. Außerdem gibt es immer die Möglichkeit Boni zu zahlen oder erfolgsabhängige Zahlungen zu vereinbaren. Wichtig dabei ist aber, dass der Mitarbeiter selbst beeinflussen kann, wie viel Geld er bekommt. D.h. bin ich sehr engagiert und erfolgreich bekomme ich mehr Geld. Völlig unabhängig von anderen Kriterien.

Sehen wir uns mal ein konkretes Beispiel an. Mir ist klar, dass es eine Milchmädchenrechnung ist. Es soll nur das Grundprinzip verdeutlichen.

Nehmen wir an Du bezahlst einem Mitarbeit ein Jahresgehalt von € 50.000. Wenn dieser Mitarbeiter Dir einen Gewinn von €100.000 bringt, hast Du seine Kosten verdient und noch einen Gewinn von €50.000. Das bedeutet Du hast mehr verdient als wenn der Mitarbeiter nicht da gewesen wäre. Hättest Du den Mitarbeiter nicht eingestellt, würdest Du (fälschlicherweise) €50.000 eingespart haben. Aber Du hättest die zusätzlichen €50.000 gar nicht verdient, keine Neukunden, keine Pflege des Kundenbestands und Du wärst nicht gewachsen. Also ist es ein sehr gutes Investment. Auch wenn Du diesem Mitarbeiter einen Bonus von € 5.000 bezahlst, ist es noch immer ein gutes Geschäft für Dich.

Ein Wort zur Arbeitszeit

Menschen, die eine Aufgabe suchen, achten nicht mehr so sehr auf die Arbeitszeiten.

Arbeitszeiten sind allerdings eine aussterbende Sichtweise für Leistung. Am Ende des Tages zählt immer der Output und nicht die dafür aufgewendete Zeit.

Denke mal an Dein Unternehmen. Dein Verdienst ist nicht von der Zeit abhängig. Sondern vom Erfolg. Du kennst sicher das klassische Beispiel von den Geschäften am Golfplatz. Eine Runde Golf und ein super Ertrag. Verdienst Du das Gleiche, wenn Du 10 Stunden am Tag Zetteln prüfst? Nur damit Du mich auch richtig verstehst. Natürlich ist es als Unternehmer auch wichtig organisatorische Dinge zu tun. Aber wie steht es mit dem Output. Und muss ich es wirklich selbst tun?